Wichtigste Punkte
- MRP berechnet aus Stückliste, Bestand, offenen Bestellungen und Lieferzeit, was wann bestellt oder gefertigt werden muss.
- Die Stückliste ist nur ein Baustein von MRP nicht dasselbe: sie beschreibt die Struktur, MRP die zeitliche Planung.
- Kleine Fertiger kommen oft ohne formales MRP aus einfache Meldebestände pro Rohstoff reichen bei stabilen Stücklisten.
Definition
Materialbedarfsplanung (englisch Material Requirements Planning, MRP) berechnet aus einer Bedarfsvorgabe, welche Rohstoffe und Komponenten in welcher Menge und bis wann beschafft oder gefertigt werden müssen. Dazu wird der Bedarf für das Endprodukt anhand seiner Stückliste heruntergebrochen, mit vorhandenem und bestelltem Bestand verrechnet, und um die jeweilige Lieferzeit zeitlich verschoben.
MRP vs. Stückliste
Die Stückliste beantwortet „woraus besteht das Produkt". MRP beantwortet „was muss ich jetzt bestellen oder fertigen, damit ich rechtzeitig genug Material habe". Eine korrekte Stückliste lässt sich pflegen, ohne volles MRP zu betreiben doch ohne Stückliste kann MRP gar nicht rechnen.
Wann sich MRP lohnt
Viele kleine Fertiger kommen mit Stückliste plus einfachem Meldebestand pro Rohstoff aus. MRP wird wertvoll, sobald mehrere Stücklisten dieselben Komponenten teilen, viele offene Bestellungen parallel laufen, oder Lieferzeiten so variabel sind, dass „nachbestellen, wenn es knapp aussieht" regelmäßig zu Fehlmengen oder Überbestand führt.
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