Chargenverfolgung ist oft gesetzlich vorgeschrieben
In vielen Ländern schreiben Lebensmittelvorschriften vor, dass Fleisch vom Wareneingang bis zum Verkauf lückenlos einer Charge zuordenbar sein muss — bei einem Rückruf oder einer Beanstandung muss klar sein, welche Kunden welche Charge erhalten haben. Eine Lagerverwaltung, die Chargennummern konsequent vom Eingang bis zum verkauften Teilstück mitführt, ist die Grundlage dafür, nicht nur eine praktische Zusatzfunktion.
Ausbeute vom ganzen Tier zu Teilstücken
Aus einem ganzen Tier oder einem großen Teilstück entstehen mehrere verkaufsfähige Endprodukte, jedes mit einer eigenen, oft schwankenden Ausbeute. Eine Stückliste mit tatsächlicher Ausbeute-Berechnung — statt einer angenommenen festen Umrechnung — zeigt, wie viel jedes Endprodukt tatsächlich kostet und wie viel Bestand ein Zerlegevorgang wirklich erzeugt.
Kühlkette und Haltbarkeit gehören zusammen
Das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum gilt nur bei durchgehend eingehaltener Kühlkette — eine Unterbrechung verkürzt die tatsächliche Haltbarkeit, ohne dass sich das am Produkt sofort erkennen lässt. Verfallsdaten und FEFO-Rotation (zuerst verfällt, zuerst raus) pro Charge helfen, Ware rechtzeitig abzuverkaufen, sind aber kein Ersatz für eine lückenlos eingehaltene Kühlkette.
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